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Mittwoch, 13. April 2011

Indonesiens Inseln Bali und Gili T.


Blue Lagoon
Johnny arbeitet schon weit über 20 Jahre als Masseur. Er bietet die traditionellen balinesischen Streicheleinheiten, aber auch Thai- oder Fußmassagen an. Seinen Arbeitsplatz hat er bewusst gewählt: Hier in der Blue Lagoon kommen Touristen, die Ruhe suchen.
 Die kleine Lagune liegt etwas versteckt im verträumten Küstenort Padang Bai an Balis Ostküste. Der alte Fischerort dient vorwiegend als Transferort zur nahe liegenden indonesischen Insel Lombok oder zu den Gili Inseln. Doch wer sich etwas abseits abgetretender Touristenpfade bewegen möchte, stoppt hier für ein paar Nächte, besucht die Blaue Lagune, kommt zu Johnny und lässt sich verwöhnen. 

Johnny ist jetzt Mitte vierzig, hat zwei kleine Söhne und eine Frau. Jeden Tag pendelt er die 20 Kilometer auf seinem Motorbike nach Padang Bai. Meistens fängt er morgens um neun Uhr an und verlässt das Paradies zwischen sechs und sieben Uhr abends. "Je nachdem, was zu tun ist." Manchmal massiert er fast ohne Pause. So wie heute. Einmal eines der schwedischen Mädchen zur Massage überredet, möchten auch die anderen Drei. "Das ist gutes Geld", sagt er, "ich lasse mich aber auch oft auf einen guten Preis ein." Wenn er von einem "guten Preis" redet, meint er umgerechnet 3 Dollar für 45 Minuten balinesische Massage, also Rücken, Beine, Füße und Kopf. Fuer balinesische Verhältnisse ist das in Ordnung. Denn er kann nicht mehr bieten als sein süßliches Kokosnussöl, ein Handtuch und seine Hände. Die vielen Beautysalons sind da schon anders aufgestellt. Aber was sie nicht bieten: die unbeschreibliche Aussicht auf den Ozean und die Palmen über einem.
Ubud
 

Kuenstler am Werk


 


Touristischer, wenn noch immer beschaulich, geht es dagegen in Ubud zu. Im Inselinneren erhält man Einblick in die traditionelle balinesische Kultur mit all ihren Künstlern. Holzschnitzereien, Schmuck, Skulpturen... oder sich einfach nur von den vielen farbenträchtigen Taenzen bezaubern lassen - Ubud läd zum Verweilen ein. Jeder, der kommt, bleibt länger als geplant. Man kann die Ruhe regelrecht spüren. Restaurants und Bars schließen zeitig; meistens gibt es nur ein bis zwei Bars, die bis weit nach Mitternacht geöffnet haben. In Ubud fängt der Tag eben früher an. Nicht zuletzt weil es doch viele Reisende in eine der Yoga-Schulen zieht. Und die oeffnen morgens um sechs Uhr...
Taegliche Opfergaben sind Pflicht im hinduistischen Bali

Regeln für das heilige Wasser

Aber auch das Umland von Ubud bietet viel: Tempel mit hinduistischer Kultur, Reisfelder oder einfach nur kleine, versteckte Orte.
Unsere bescheidene Bleibe
Der Monkey Forest ist eine der Hauptattraktionen in Ubud
Typischer balinesischer Tanz


Auf dem Reisfeld




Wer sich für ein paar Tage Party entscheidet und das Mallorca Australiens kennen lernen will, muss nach Kuta, Balis südlichem Zipfel. Neben unzähligen Party-Spots lassen sich hier bestens die ersten Erfahrungen auf dem Surfbrett machen. Die Wellen sind gut, sogar sehr gut in den Morgenstunden, und professionelle Surfschulen mit viel versprechenden Namen wie Billabong und Rip Curl ziehen Lernende aus aller Welt an. Doch oft muss das nicht sein. Viele balinesische Surferboys hängen am Strand herum und wollen Touristen das Surfen beibringen. Man sollte auch ihnen Beachtung schenken, denn auch sie machen nichts anderes als die Surflehrer an den Schulen - und sind einfach guenstiger. Ausserdem macht sich ein Privatlehrer sowieso viel besser! Und Balis Surferboys sind von der Autorin als 'gut' befunden worden (nach einer halben Stunde stand sie mehrere Sekunden auf dem Brett).
Kuta Beach
Feuerprobe bestanden: I did it!

Etwa eine Stunde von Bali entfernt, befinden sich die drei Gili Inseln. Einst als Backpackerinseln bekannt, haben sie sich dennoch in den letzten Jahren stark verändert, wie Charles berichtet. Charles ist Franzose, um die 50 und war zuletzt vor sieben Jahren auf den Gilis. Heute gibt es viel mehr Hotels und Gästehäuser und auch die Preise sind angestiegen. Doch überraschenderweise sei die Wasserqualität geblieben, so Charles. Noch immer locken hier Tauch- und Schnorchelgründe von Weltklasse. Oft reicht ein Schnorchel und ein Gang bis an die östliche Nordspitze der Insel Gili Trawangan, ein paar Meter schwimmen und schon eröffnet sich eine fantastische Unterwasserwelt mit Schildkröten, bunten Fischen und vielfältigen Korallenriffen.
Die kleinen Gilis verleiten zum Faulenzen
 Abends locken Bars und Restaurants zum Essen, Trinken und Verweilen. Besonders beliebt: Mushroom-Shakes. Auf eine unvergessliche Nacht... See you tomorrow, somewhere!

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